Warum ist interdisziplinäre Aus- und Weiterbildung so wichtig?

Wir leben in einer Epoche, die sich durch zunehmende Spezialisierung auszeichnet. Sicherlich ist das schon länger so, bereits in der Antike und im Mittelalter bildeten sich eine Menge Spezialberufe heraus, was nur durch eine stete Grundversorgung mit dem Notwendigsten möglich wurde. Seit der Industrialisierung hat dieser Prozess bekanntermaßen rasante Geschwindigkeit aufgenommen und heutzutage gehört es zum guten Ton, dass Kinder sich möglichst schon vor der Schule entscheiden, was sie mal werden wollen, wenn sie groß sind. Frühkindlicher Englisch- und Chinesischunterricht, der durch sogenannte „Helikoptereltern“ forciert wird und allzu oft nur kompensieren soll, was die direkten Vorfahren des armen Kindes selbst nicht geschafft haben, ist dann eine der Folgen.

Doch wohin führt dieser Leistungszwang, der eng mit dem Drang zur Spezialisierung verknüpft ist? Nicht nur der Arbeitsmarkt differenziert sich immer stärker aus, wodurch sich Abhängigkeiten zwischen Berufsfeldern und Produktions- und Dienstleistungssektoren ergeben, die oft einen Dominoeffekt auslösen, sobald eines der Gewerbe Insolvenz anmeldet. Auch die Kommunikation leidet unter der krassen Spezialisierung. Für einen „normalen Menschen“ ist kaum noch nachvollziehbar, was in der Automobilindustrie abläuft, selbst wenn einem jemand das zu erklären versuchen würde – man wird schlichtweg von Fachbegriffen überhäuft. Vor nicht allzu langer Zeit konnte man mit etwas technischem Verständnis noch selbst sein Auto reparieren, inzwischen ist das nahezu unmöglich geworden, da kaum noch etwas mechanisch funktioniert. Nicht weit zurück liegt die Zeit, in der man auf dem Finanzmarkt mit einiger Sicherheit wusste, worin man am besten investieren sollte. Heutzutage ist dieser Sektor so stark spezialisiert, dass die Spezialisten selbst vom Platzen der Immobilienblase vor einigen Jahren überrascht waren. Quo vadis also, berufliche Ausbildung?

Es braucht ein Gegengewicht zur Wissensspezialisierung und -ausdifferenzierung. Die Gesellschaft benötigt wieder mehr Menschen, die etwas zusammenführen, anstatt alles noch weiter aufzuspalten. Hier hilft ganz klar eine interdisziplinäre berufliche Ausbildung oder Weiterbildung – ein Trend, der etwa an den deutschen Universitäten schon etwas länger an Zuspruch gewinnt. Wenn sich selbst die Professorinnen und Professoren in ein und demselben Fachbereich kaum noch verstehen, ist es Zeit, etwas zu ändern. Netzwerken ist dann eine Möglichkeit, dem entgegenzuwirken. Eine andere besteht in interdisziplinären Studiengängen, die vorzugsweise auch Fremdsprachen mit einbinden, da uns diese neue kognitive Ansätze für Problemlösungen in allen möglichen Bereichen bieten.

In der freien Wirtschaft wird es honoriert, wenn man während der normalen Arbeitszeit eine Weiterbildung in einem anderen Sektor macht, der der Firma potentiellen Nutzen bringt. Doch auch als sogenannter Quereinsteiger ist man nicht ganz unbeliebt. Man muss es nur verstehen, die Not – etwa die Arbeitslosigkeit durch Insolvenz seines früheren Betriebs – als Tugend zu verkaufen und als Chance zu verstehen. Oft bringt man Fähigkeiten und Kompetenzen mit, die anderen Mitarbeitern fehlen, der Firma aber helfen können, um neue Konzepte zu entwickeln und so eine vorteilhafte Situation gegenüber der Konkurrenz zu kreieren.

Einer der größten Gewinne einer interdisziplinären Aus- oder Weiterbildung besteht also zweifelsohne darin, die gewohnten Bahnen besser verlassen zu können, out of the box zu denken, wie man Neudeutsch sagt. Da das jedoch nicht jedem gegeben ist, sollte man rechtzeitig entscheiden, ob man eher ein „Spezialist“ oder ein „Allrounder“ ist. Um sich zum Allrounder zu entwickeln, ist es vermutlich nie zu spät. Wenn man sich allerdings zum NASA-Techniker ausbilden lassen möchte, hat man sicherlich nur realistische Chancen, sofern man dieses Projekt sehr zeitig in seinem Leben angeht.

Ausbildung oder Berufserfahrung – was ist bei einer Bewerbung wichtiger?

Wenn man die jüngsten Entwicklungen auf dem Ausbildungsmarkt beobachtet, scheint sich die Frage, was für eine Bewerbung wichtiger ist – Ausbildung oder Berufserfahrung – ganz von selbst zu beantworten. Denn ein Studium an einer deutschen Fachhochschule oder Universität ist inzwischen DER Standard. Daher gibt es auch immer mehr Schüler, die die Allgemeine Hochschulreife anstreben. Das Credo lautet demzufolge ganz offensichtlich: nur wer erfolgreich studiert hat, wird überhaupt noch bei einem Bewerbungsgespräch berücksichtigt. Im Gegenzug bleiben immer mehr Ausbildungsstellen im Handwerk unbesetzt. Doch ist diese Logik stimmig? Wollen Firmen auf dem freien Markt wirklich Menschen, die mit 28 oder 29 Jahren noch keinerlei Berufserfahrung nachweisen können? Kurzum, was ist wichtiger: Theorie oder Praxis?

Da in den seltensten Berufen die Möglichkeit einer dualen Ausbildung besteht, die den theoretischen mit dem praktischen Anteil genau zu halben Teilen verbindet, muss man sich entscheiden, ob man den eher theoretischen Weg (Studium) oder den eher praktischen Weg (Ausbildung im Handwerk oder ähnlichem) beschreitet. Welches ist der Königsweg? Gibt es ihn überhaupt?

Während eines Studiums bieten sich je nach Art des Studienganges und des gewählten Studienfaches verschiedene Möglichkeiten und Pflichten, zusätzlich zur Theorie auch anwendungsbezogene Erfahrungen zu sammeln: in Form von Praktika, Auslandssemestern (Sprachkompetenz) oder als studentische Hilfskraft in Diensten eines Lehrstuhlinhabers. Sofern man sich entsprechend bemüht, wird man eine Möglichkeit finden, bereits Erfahrungen zu sammeln, die sich sehr gut im Lebenslauf machen. Nicht zuletzt durch eine prekäre finanzielle Situation sind Studierende ohnehin mehr und mehr gezwungen, während des Studiums Nebenjobs anzunehmen. Auch das sollte man als Chance sehen, reelle Berufserfahrungen zu sammeln, da sie bei einem späteren Bewerbungsgespräch Pluspunkte einbringen können. Schlussendlich wird es doch immer so sein, dass man die meiste Erfahrung erst durch den Beruf selbst erlangen kann – wozu man ihn freilich erst einmal bekommen muss. Da beißt sich die Katze in den Schwanz. Aber das wissen auch diejenigen, die die Bewerbungsgespräche leiten.

Bietet also eine Ausbildung im Handwerk bessere Chancen auf eine Einstellung? Dazu muss man sich erst einmal darüber im Klaren sein, dass die Konkurrenzsituation von akademisch Ausgebildeten und in der Berufsschule bzw. im Betrieb Ausgebildeten oftmals gar nicht besteht. Wo sie besteht, hängt die Entscheidung oftmals wohl eher davon ab, wie man sich als Mensch präsentiert und verkauft. Ist man willig, als Akademiker die praktische Erfahrung, die einem fehlt, innerhalb kurzer Zeit nachzuholen? Ist man also immer noch lernwillig und denkt trotz mangelnder Berufserfahrung nicht, dass man schon alles kann? Ist man hingegen als Nicht-Akademiker willens, die ein oder andere Weiterbildung zu absolvieren, vielleicht sogar ein arbeitsbegleitendes Studium, um seinem Vorgesetzten zu beweisen, dass man nach oben strebt und sich nicht mit dem zufrieden gibt, was man bisher erreicht hat? Das sind die entscheidenden Dinge, über die man sich im Vorfeld klar werden muss – bevor man sich für oder gegen ein Studium bzw. eine Lehre entscheidet, spätestens jedoch, bevor man ein Bewerbungsgespräch führt. Da es per se keine richtigen oder falschen Entscheidungen gibt, zählt nur das Ziel. Wenn man das fest vor Augen hat, ist der genaue Weg dorthin nicht entscheidend und man bleibt flexibel – Theorie hin, Praxis her.

Wie Schach Ihren IQ verbessern kann

Die menschliche Intelligenz ist weitaus mehr als nur das Lösen von bestimmten Aufgaben oder mathematischen Gleichungen. Der IQ drückt sich heutzutage in einem viel breiteren Umfang aus. Wir sprechen heutzutage oft auch von emotionaler Intelligenz, was ein weiteres Indiz ist, dass der IQ nicht mehr als standardisiertes Konzept behandelt werden kann. Den IQ umfassen viele einzelne Unterbereiche, die jedoch in ihrer Gesamtheit, die tatsächliche Intelligenz des Menschen zum Ausdruck bringen.

Schach auf der anderen Seite gilt als der “König der Spiele” und wird traditionell mit Intelligenz, Logik und schlauen Menschen in Verbindungen gebracht. Viele sind die Experten, die der Meinung sind, mit dem Spielen von Schach könne man den IQ des Menschen trainieren und verbessern.

Schach bietet viele Vorteile, und wie diese sich auf den IQ und Köpfchen auswirken, wird folgend näher betrachtet werden.

  1. IQ soll erhöht werden

Schach hatte den Ruf ein Spiel ausschließlich für intelligente Menschen zu sein. Heute ist man sich der weitläufigen Meinung, dass jedermann Schach spielen kann und dies sogar den IQ des Spielers erhöhen kann. So zeigte eine Studie in Venezuela, dass Kinder die über vier Monate Schach spielten, im Anschluss einen verbesserten IQ vorwiesen.

  1. Alzheimer wird vorgebeugt

Bei Alzheimer handelt es sich um eine Krankheit, die massiv den Gehirnmuskel angreift und somit wird bei Betroffenen oft die Intelligenz untermauert. Wie jeder Muskel kann jedoch auch dieser mit Übungen trainiert werden. Eine Studie des “The New England Journal of Medicine” hat belegt, sofern man frühzeitig das Gehirn trainiert, das Risiko für Alzheimer im späteren Alter weitaus geringer ist. Was bietet sich besser an als der “König der Brettspiele”, um dieses zu tun?

  1. Beide Gehirnhälften werden trainiert

Der IQ des Menschen umfasst nicht nur eine Gehirnhälfte, sondern beide. Eine deutsche Studie hat gezeigt, dass Schach beide Hälften durch regelmäßige Spiele fördern kann. Da es sich bei Schach nicht nur um Logik handelt, sondern auch die physikalische Form der Figuren eine wichtige Rolle spielen wird auch überraschenderweise die rechte Gehirnhälfte in hohem Maße gefördert.

  1. Kreativität wird gesteigert

Da es sich bei der rechten Gehirnhälfte um den kreativen Teil des Gehirnmuskels handelt, ist es nicht verwunderlich, dass dieser mit Schach gesteigert werden kann. Insbesondere soll mit dem Spiel, der Einfallsreichtum gefördert werden. Spieler von Schach haben in zahlreichen Studien eine weitaus höhere Kreativität aufgewiesen.

  1. Gedächtnis wird gefördert

Ein guter Schachspieler erinnert sich an die Schachzüge seiner Gegner. Dies ist auch einer der wichtigsten Eigenschaften, um als Sieger hervorgehen zu können. Schon im Jahre 1985 wurde in einer Studie belegt, dass Kinder, die schon im frühen Alter Schach gelernt haben, viel besser in Schulfächern abschneideten, die ein großes Erinnerungsvermögen erforderten.

  1. Konzentration wird verbessert

Schachmeister zeichnen sich vor allem durch ihre hohe Konzentrationsfähigkeit aus. Gute Spieler lassen sich unter keinem Umstand vom Spiel ablenken, da dies fatale Folgen für den Spielverlauf haben könnte. Werden zum Beispiel Kinder frühzeitig in das Schachspiel eingewiesen, sind diese erwartungsgemäß auch im Schulunterricht weitaus konzentrierte als nicht schachspielende Altersgenossen.